{"id":9,"date":"2015-11-02T08:20:38","date_gmt":"2015-11-02T07:20:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/?page_id=9"},"modified":"2015-11-02T08:20:48","modified_gmt":"2015-11-02T07:20:48","slug":"der-schwarzburgbund","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/startseite\/der-schwarzburgbund\/","title":{"rendered":"Der Schwarzburgbund"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die Wilhelmitana ist Mitglied des Schwarzburgbundes.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-nsm-1-22 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/assets\/uploads\/2015\/11\/schwarzburgbundgross.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"215\" \/><\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Mit dem Wort statt mit dem Degen fechten!\u00a0\u00bb &#8211; war der Grundtenor derer, die im Jahre 1836 in Uttenreuth bei Erlangen die erste deutsche nichtschlagende Verbindung gr\u00fcndeten. 1858 taten sich deren Vertreter &#8211; evangelische Theologen der Uttenruthia &#8211; in Ilmenau mit einer gleichgesinnten studentischen Vereinigung &#8211; der Tuiskonia Halle &#8211; zu einem ersten Kartell zusammen. Daraus wurde die Grundzelle des Schwarzburgbundes.<\/p>\n<p>In diesem Verband hatten sich 1887 dann (unter diesem Namen) eine Anzahl von im Wesen christlich bestimmten, aber konfessionsungebundenen Verbindungen mit dem Prinzip der Ablehnung von Duell und Mensur zusammengefunden. Der Grundsatz der christlich-sittlichen Entwicklung bei gleichzeitiger Forderung nach einer freien Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit ohne Bindung an ein dogmatisches Bekenntnis war und blieb st\u00e4rkstes Merkmal dieses Bundes, und aus der Spannung zwischen beiden Anspr\u00fcchen lebt die Eigenart des Bundes mit der ihm eigenen Liberalit\u00e4t bis heute.<\/p>\n<p>Bereits die Gr\u00fcnder wu\u00dften, da\u00df es sinnvoller sei, sich im Gespr\u00e4ch statt im Duell zu einigen, da\u00df ein Duell \u00fcberfl\u00fcssig werde, wenn eine \u00ab\u00a0dem Du zugewandte Anschauung\u00a0\u00bb Leben und Handeln bestimme. Deshalb waren auch Trinkpflicht und andere &#8211; bei den bis dahin in allen schlagenden Verbindungen bestehende &#8211; Gebr\u00e4uche den Gr\u00fcndern im Jahre 1836 zuwider. Noch wirkte die Idee des Hambacher Festes von 1832 in den Gr\u00fcndungsprotokollen der Urverbindungen, noch fand sich in den Wahlspr\u00fcchen der Urverbindungen das Wort \u00ab\u00a0frei\u00a0\u00bb, das aus der politischen Intention dieser ersten Protestveranstaltung im studentischen und auch im deutsch demokratischen Geschichtsverstehen herr\u00fchrt und noch heute den politischen Auftrag unserer Studentenzirkel umgreift. Die jugendliche Lebendigkeit bei aller inneren Unverr\u00fcckbarkeit der Werte &#8211; gepr\u00e4gt vom Inhalt der N\u00e4chstenliebe &#8211; hat immer wieder vermocht, junge Menschen zum lebenslangen Engagement zu begeistern. Die Grunds\u00e4tze des Bundes:<\/p>\n<p>Liberalit\u00e4t: die freie Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeitaus festen, unverr\u00fcckbaren Grunds\u00e4tzen, die lebbare Basis einer freien Lebensgestaltung<\/p>\n<ul>\n<li>Christianum: Lebensf\u00fchrung aus der Grundlage der christlichen Ethik heraus<\/li>\n<li>M\u00e4\u00dfigkeit: Handeln in sittlicher Verantwortung und Verwerfung des Trinkzwangs<\/li>\n<li>Duellverwerfung: Ablehnung des Zweikampfes und jeder Art von \u00fcber Selbstverteidigung hinausgehender Lebensgef\u00e4hrdung<\/li>\n<\/ul>\n<p>sind auch heute noch Grundlage, auf und aus der die 26 aktiven Verbindungen und die 41 Altherrenvereine leben &#8211; vertreten in 24 deutschen Universit\u00e4tsst\u00e4dten und in \u00d6sterreich in Wien und Innsbruck. Sie sind auch die Grundlage, aus der die Mitglieder auch heute noch das Ideal des Lebensbundes verwirklichen, erleben, einfach dadurch, da\u00df den jungen Studenten die Bundesbr\u00fcderlichkeit vorgelebt wird, sie zum Erleben wird. Der Versuch, irgendwo den Bundesbruder in der Welt als Freund, als unbekannten Bruder erfahren zu k\u00f6nnen und dies zu erleben, ist eine der tiefgehensten Erfahrungen..<\/p>\n<p>Im gemeinsamen Gestalten und Erleben Freundschaften, Kontakte, Verstehen zu finden \u00fcber Generationen hinweg ist ein Urerlebnis. Durch das Mit-einander aneinander zu wachsen formt Pers\u00f6nlichkeiten, die Antworten auf die Fragen unserer Zeit aus den geschilderten Grunds\u00e4tzen zu geben wissen &#8211; die ein Leben lang immer aufs neue diesen Versuch wagen&#8230;<\/p>\n<p>Im Bund bleibt die Individualit\u00e4t &#8211; sie ist uns ein hohes Gut &#8211; als Kreativit\u00e4t erw\u00fcnscht, und das Spektrum des Schwarzburgbundes bietet eine Palette vom festen studentischen Comment und dem Farbentragen als Ausdruck des \u00ab\u00a0Farbe-Bekennens\u00a0\u00bb bis hin zur akademischen wissenschaftlichen Gemeinschaft auf Lebenszeit, bietet dem Studenten (und vielerorts auch der Studentin) Halt, Anhaltspunkt und Hilfe.<\/p>\n<p>Inhalte und Freir\u00e4ume der Grundprinzipien des Schwarzburgbundes, die 398 Aktive und 2752 Philister zu motivieren verm\u00f6gen, bieten das Angebot in der Seelenlosigkeit und Vermassung des Universit\u00e4tsbetriebes.<\/p>\n<p>Liberalitas, religio, scientia, amicitia sind die Rezeptformeln, zu sich selber zu finden, in der Gruppe zu wachsen und seine Pers\u00f6nlichkeit so selbst zu formen. Mensch zu werden und ein Leben lang verstehend, gebend, f\u00fchlsam zu sein und dabei selbstbewu\u00dft und wahrhaft&#8230;<\/p>\n<p>Was der Schwarzburgbund fordert, ist kritisches Bewu\u00dftsein, Offenheit f\u00fcr neue Ideen, aber auch f\u00fcr \u00fcberlieferte Formen und Ideale. Ist Achtung vor der Pers\u00f6nlichkeit und vor dem Menschen. Und die Bereitschaft, im steten Geben und Nehmen mit den anderen zusammen eine lebendige Gemeinschaft aufzubauen. Lebenslang.<\/p>\n<p><em>Stark gek\u00fcrzt aus einem Aufsatz von Pfarrer i.R. Klaus-Detlef Pohl (SBV Wikingia Kiel, AV Nicaria T\u00fcbingen) und Dr. med. Heinrich-Josef Riotte (B! i.SB Nassovia T\u00fcbingen, B! i.SB Mainfranken W\u00fcrzburg, L! i.SB S\u00fcdmark Innsbruck)<\/em>. <em>Beide Autoren sind Tr\u00e4ger der Ehrennadel des Schwarzburgbundes.<\/em><\/p>\n<p>Eine vollst\u00e4ndige Liste der SB-Verbindungen findest du unter <a href=\"http:\/\/www.schwarzburgbund.org\/\">http:\/\/www.schwarzburgbund.org\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wilhelmitana ist Mitglied des Schwarzburgbundes. \u00ab\u00a0Mit dem Wort statt mit dem Degen fechten!\u00a0\u00bb &#8211; war der Grundtenor derer, die im Jahre 1836 in Uttenreuth bei Erlangen die erste deutsche nichtschlagende Verbindung gr\u00fcndeten. 1858 taten sich deren Vertreter &#8211; evangelische Theologen der Uttenruthia &#8211; in Ilmenau mit einer gleichgesinnten studentischen Vereinigung &#8211; der Tuiskonia Halle [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":30,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-9","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10,"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9\/revisions\/10"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.wilhelmitana.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}